Schreibkalender

Seit Dezember bin ich stolze Besitzerin des Schreibkalenders von Tinka Beere. Wenn ich bisher geschrieben habe, dann habe ich am Ende einer Schreibsession die Wörteranzahl in einer Excel-Tabelle erfasst. Aber was ich nie erfasst habe, das waren die Zeiten für die Überarbeitungen. Beispiel Weihnachtsgeschichte: Dort habe ich richtig viel herausgestrichen, Sätze und Absätze umgestellt und eher wenig neu geschrieben, aber all das hat trotzdem viel Zeit gekostet. Zeit, die ich nirgends erfasst und dadurch am Ende das Gefühl hatte, ich hätte nicht sooo viel getan. Der Kalender ändert das.

Am Sonntagabend setze ich mich mit meinem Handy-Kalender und dem Schreibkalender hin und notiere in „grün“, wann ich wo am Abend der kommenden Woche bin – und falls ich nicht unterwegs bin, was und wie viel ich mir für den „freien“ Abend vornehme. Jeden Tag erfasse mit „pink“, was und wie viel ich geschrieben habe (und wie es mir dabei so ergangen ist) – und „rot“, wenn ich nix gemacht habe. Da ich momentan gerade wieder sehr viel mit der Hand schreibe, kann ich noch nichts in meine Excel-Tabelle eintragen, aber dank des Kalenders sehe ich, dass ich nicht untätig bin und das ist ziemlich motivierend. Ich bin sooo einfach zu manipulieren…

Und ja, ich schneide die unteren Ecken ab, damit finde ich die aktuelle Seite des Kalenders leichter. Fühlt sich ein bißchen an wie früher in der Schule mit dem Hausaufgabenheft.

Wie erreicht man seine Ziele?

Hier ist ein sehr lesenswerter Artikel zum Thema von Marcus Johanus:

Wie du 2018 deine Ziele als Selfpublisher erreichst

Ich habe mir z.B. den „Schreibkalender 2018“ von Tinka Beere gegönnt, denn es funktioniert bei mir jedes Jahr im November (NaNoWriMo), dass ich regelmäßig schreibe – weil es mich einfach anspornt zu sehen, wieviel ich schreibe(n kann).

Und mein klares Ziel für dieses Jahr ist die Überarbeitung vom „Mond-Projekt“ sowie das Fernstudium bei der Textmanufaktur. Die sind ab 20. Januar aus dem Urlaub zurück, wenn also alles so läuft wie ich mir das vorstelle, bin ich ab 1. Februar 2018 dabei. Ich werde berichten!

Ein Jahresrückblick

2017 habe ich nicht so viel geschrieben, wie ich es mir erhofft hatte – ich dachte, mit meinem Projekt „12 Geschichten in 12 Monaten“ UND dem NaNoWriMo bin ich näher an einer täglichen Schreibroutine dran als in den Jahren zuvor. Dem ist leider nicht so wie Ihr hier in der Übersicht sehen könnt:

Dabei war es ein tolles Jahr für mich als Schreiberling: Ich habe mich endlich an Twitter und Instagram herangetraut und folge dort spannenden Autoren (z.B. Tinka Beere, Jacky Vellguth, Julia K. Stein, Nina C. Hasse um nur einige zu nennen). Bei Instagram poste ich sogar ab und an. Es ist einfach nur unbeschreiblich ermutigend zu sehen, wie viele schreibende Menschen es gibt, die all ihre Zeit und ihr Herzblut in ein Projekt stecken und anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es ist auch zugleich unbeschreiblich anspornend und inspirierend.

Ich habe an einem tollen Workshop bei der Textmanufaktur (Dozentin war die wunderbare Sylvia Englert) teilgenommen, der mir auch beim Überarbeiten meiner diesjährigen Weihnachtsgeschichte sehr geholfen hat. Dies war die längste Weihnachtsgeschichte in meiner bisherigen Weihnachtsgeschichten-Tradition und sie war auch diejenige, die mir sehr kontroverse Komplimente eingebracht hat. Nicht nur „schön geschrieben“, sondern auch „Ich bin irritiert. Darüber sollten wir mal reden.“ und „Hoffentlich behältst Du damit nicht Recht.“ oder auch „Gruselig.“ Etwas besseres kann einem als Schreiberling kaum passieren.

Gerade sitze ich an der Überarbeitung meines letztjährigen NaNoWriMo-Projekts und ich hänge meinem selbst aufgestellten Zeitplan hinterher. Denn eigentlich wollte ich mich bei der Textmanufaktur für ein Fernstudium im Januar anmelden – nachdem ich dieses NaNoWriMo-Projekt überarbeitet habe. Aber dann fange ich halt nicht im Januar an, sondern erst im Februar oder März. Es läuft mir ja nicht weg.

Auch meinen Blog habe ich dieses Jahr gut gepflegt, worauf ich ein bißchen stolz bin. Da war ich Anfang des Jahres noch etwas nachlässig, aber mittlerweile habe ich eine ganz gute Routine hinbekommen. Und wer weiß – vielleicht lesen mich 2018 noch ein paar mehr Menschen.

Mein berufliches Jahr war sehr aufwühlend und ich komme nur langsam zur Ruhe. Routine habe ich im neuen Job im Verlag noch immer nicht und an manchen Tag belastet mich das mehr als an anderen Tagen. Der neue Job hat nicht mehr den hohen Streßfaktor wie der alte Job in der Kanzlei, aber es ist schwer, sich von 17 Jahren Groß-Kanzlei-Wahnsinn freizumachen. Das Schreiben hilft – und es hilft mir mehr als in den Jahren zuvor. Das liegt auch an den tollen Autoren, denen ich online folge und die es geschafft haben, dass ich mich mehr mit dem „wie kann ich besser schreiben“ auseinandersetze. Und vielleicht auch an meinem Alter – ich bin halt keine 16 mehr und es ist schön zu sehen, dass nicht nur ich mich weiterentwickelt habe, sondern auch meine Art zu schreiben. Ich hoffe, das bleibt auch 2018 so.

In diesem Sinne: Ich wünsche Euch allen ein wunderbares und gesundes und grandioses 2018! Verliert nie die Lust am Lernen und Ausprobieren und gebt nicht auf, wenn Eure Muse (oder Ihr) mal keinen Bock hat. Sie kommt zurück – ganz bestimmt!