DSGVO und WordPress, Teil 2

Eigentlich wollten wir ja heute in die Berge. Allerdings hatte der beste Ehemann der Welt eine recht unruhige Nacht hinter sich, deshalb habe ich ihn weiter schlafen lassen und dachte mir, ich kümmere mich dann mal um meinen Blog und um das Umstellen auf „Privat“. Was ich noch nicht wusste: Es gibt ein Update von WordPress aufgrund der DSGVO. Also habe ich mich in den letzten zwei Stunden durch sämtliche Artikel und Ratgeber gewühlt, die ich im Netz finden konnte, habe Plugins deinstalliert oder neu installiert, einige Seiten entfernt, dafür eine Datenschutzerklärung und das Impressum hinzugefügt und habe nun – zumindest hoffe ich das – eine datenschutzkonforme Webseite. Momentan arbeite ich mich noch an YouTube und dem Einbetten der Videos ab, aber das müsste ich auch noch hinkriegen. Das nenne ich jedenfalls mal einen erfolgreichen Feiertags-Morgen.

Blog Q5 – Publikumsvoting

Zu Beginn des Votings war ich so aufgeregt wie als 8-jährige eine Nacht vorm Geburtstag. Ich habe all meinen Freunden davon erzählt, auf Facebook und Instagram gepostet und jeden Tag die Auswertung angeschaut. Mittlerweile hat sich meine Aufregung gewandelt: Erst in Wut, nun in Gelassenheit. Wie alles im Leben lässt sich mit ein bißchen IT-Wissen (und wenn man es nicht hat – Google ist Dein Freund und Helfer) jede Abstimmung beliebig faken. Und so gewinnt bei diesem Projekt nicht derjenige, der die meisten Freunde und Unterstützer hat, sondern derjenige mit den besseren IT-Kenntnissen (und ohne schlechtes Gewissen).  Diese Erkenntnis hat mir der Veranstalter am Freitag auch bestätigt. Das hat erst ziemlich weh getan, aber inzwischen denke ich: Karma is a bitch, baby. Alles, was wir tun, fällt auf uns zurück. Und deshalb lehne ich mich nun entspannt zurück, ignoriere das Voting und freue mich dafür umso mehr auf das Erscheinen des Buches.

DSGVO

Hallo Ihr Lieben,

die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wirft ihre Schatten voraus – bis zum 25. Mai 2018 muss man seine Webseite entsprechend angepasst haben. Nun habe ich hin und her überlegt, was ich mit meinem Blog mache. Theoretisch könnte ich diesen an die DSGVO anpassen, praktisch habe ich das Problem, dass ich WordPress verwende und WordPress sich nicht mit der DSGVO verträgt. Die Lust (und auch das Können) meinen Blog ohne WordPress aufzuziehen, hält sich bei mir momentan in Grenzen – zumal sich eh nur wenige Besucher auf meinen Blog verirren.

Bei Instagram habe ich dagegen eine größere Reichweite und auch mehr Kontakt zu anderen. Deshalb habe ich beschlossen, meinen Blog spätestens am 24. Mai 2018 erst einmal komplett stillzulegen und abzuwarten, was mit der DSGVO so passiert und wie die Abmahnanwälte so unterwegs sind. Dann kann ich meinen Blog immer noch aus der Versenkung holen und weiter damit spielen.

Ihr findet mich bei Instagram unter https://www.instagram.com/nellyaltmeyer/ und ich freu mich, wenn Ihr dort ab und an vorbeischaut!

Gruß & Kuss,

Mrs. Millionbells a.k.a. Nelly

Puppenhaus

Ich habe schon immer Geschichten erzählt – sogar als ich noch nicht geschrieben habe. Oder noch nicht schreiben konnte. Seit ich ein kleines Mädchen war, standen jedes Jahr an Weihnachten die Puppenhäuser im Kinderzimmer. Nicht aus dem Kaufhaus, sondern von einem Bekannten meiner Eltern selbst gebaut. In den beiden Puppenhäusern gab es sogar elektrisches Licht und eine Klingel an der Tür. Als meine Eltern im Wohnzimmer neuen Teppich verlegten und davon etwas übrigblieb, bekam auch mein Puppenhaus-Wohnzimmer einen neuen Teppich. Patenonkel und Patentante, die im Westen wohnten, schickten meiner Schwester und mir Möbel und Puppen für unsere Puppenhäuser. Meine Mama hatte aus ihrer Kindheit noch Geschirr und ein paar wenige Möbel, die wir ebenfalls auf unsere Puppenhäuser aufteilten. Ich habe Weihnachten dafür geliebt, dass nach dem Besuch der Kirche mein Puppenhaus im verschlossenen Kinderzimmer auf mich wartete. Klar, die Geschenke interessierten mich natürlich auch – aber der Moment, wenn die Tür zum dunklen Kinderzimmer aufging und auf den Tischen unsere erleuchteten Puppenhäuser standen… Das war einfach magisch. Ich habe gespielt, gespielt, gespielt, allein oder mit meiner Schwester oder meiner Cousine. Manchmal hat sich meine kleine Schwester einfach neben mich gesetzt und mir zugesehen. Ich habe nicht verstanden, warum meine Cousine irgendwann lieber bei den Erwachsenen saß oder meine Schwester ihr Puppenhaus durch mich fertig einräumen ließ.

Noch im Jahr nach meinem Auszug von Zuhause (yep, da war ich schon 20…) stand das Puppenhaus an Weihnachten im ehemaligen Kinderzimmer. Danach war Schluss, da wir Kinder ja eindeutig zu alt dafür waren. Mein Puppenhaus steht noch immer bei meinen Eltern im Keller und ich bin am Überlegen, ob ich es mir nicht nach München hole. Auch wenn ich nicht wirklich weiß, wo ich es hinstellen soll. An Ostern habe ich ja nicht nur Dodger oder dieses kaputte Buch meines Großvaters wiedergefunden, sondern auch meine Puppen aus dem Puppenhaus. Ich habe die Schublade einer Kommode in meinem Zimmer aufgezogen und da lagen sie. Für einen kurzen Moment war ich wieder 9 Jahre alt, es ist die Nacht vor Weihnachten und ich höre, wie meine Eltern die Puppenhäuser ins Kinderzimmer bringen. Ich höre sie im Keller rumoren und tappe vorsichtig die Treppe ins Erdgeschoss hinunter (Vorsicht beim Treppenabsatz – der knarrt, wenn man in die Mitte tritt und verrät einen) und da steht es: Mein Puppenhaus, noch völlig leer im hellen Kinderzimmer. Ich unterdrücke ein Quietschen und küsse stattdessen lieber das Dach meines Puppenhauses – bevor ich schnell wieder nach oben verschwinde.

Zumindest meine Puppenhaus-Puppen sind nach 17 Jahren nun wieder bei mir und wohnen fürs Erste auf meinem Schreibtisch. Als Erinnerung daran, dass ich schon immer Geschichten erzählt habe. Und dass ich damit nicht aufhöre, auch wenn ich schon längst kein Puppenhaus mehr an Weihnachten habe.

Neue Serie

Der beste Ehemann der Welt und ich schauen derzeit „The Terror“ über Amazon Prime. Obwohl wir natürlich bereits wissen wie es ausgeht, ist es wahnsinnig gruselig und sehr, sehr oft halte ich mir die Augen zu. Es ist eine Serie, die sich definitiv nicht zum „binge watching“ eignet – man erträgt nicht mehr als eine Folge am Stück.

In der NZZ gibt es eine wunderbare Kritik: https://www.nzz.ch/feuilleton/die-tv-serie-the-terror-laesst-das-blut-in-den-adern-gefrieren-ld.1374601.

Euch viel Spaß beim Anschauen!