Sommerferien

Erinnert Ihr Euch noch an die Sommerferien? Sechs (oder zu DDR-Zeiten: Acht!) Wochen Freiheit – ohne ätzende Lehrer, nervende Mitschüler und Angst vor der nächsten Klassenarbeit/Leistungskontrolle. Im Gegensatz zu anderen Familien gab es bei uns keine Urlaube in fernen Ländern, wir sind Zuhause geblieben. Aber das war nicht schlimm – das waren die besten Sommer überhaupt. Mit der kleinen Schwester in einem Zimmer schlafen und nachts so lange reden, bis eine eingeschlafen ist, ganz viel lesen (strebermäßig auch schon das Buch für die nächste Klasse im Deutsch-Unterricht…) und vor allem: Ganz viel schreiben. Obwohl ich schon 20 Jahre aus der Schule raus bin, kann ich manchmal diese Sommer von damals noch spüren – wenn ich am Wochenende früh aufstehe und der Himmel blau ist und der Tag in unendlicher Weite vor mir liegt. Oder abends, wenn ich auf dem Balkon sitze und die Sonne untergeht und mir dieser eigentümliche Geruch nach Sommer in die Nase steigt. Dann muss ich immer für einen Moment die Augen schließen, weil ich die Freiheit und die Abwesenheit von Verpflichtungen und das Glück über den vor mir liegenden Sommer von damals spüre.

Und deshalb mache ich mit diesem Blog nun auch das: Sommerferien. Noch gute drei Wochen muss ich arbeiten, dann haben der beste Ehemann der Welt und ich drei Wochen frei, in denen wir mit dem Auto an die französische Atlantikküste fahren. Schaut bei Instagram vorbei, da werde ich regelmäßig Fotos hochladen. Und Ende September werde ich aus den (Blog-)Sommerferien zurückkehren – erholt und voller Sonne im Kopf und Meersalz im Haar und Eis im Bauch und jeder Menge Beiträge im Herz.

In diesem Sinne – genießt den Sommer!