Camp NaNoWriMo

Das „Camp NaNoWriMo“ wollte ich eigentlich nutzen, um wieder in den Schreibfluss hineinzukommen, mich wieder an das tägliche Schreiben zu gewöhnen – in Danzig ging das ganz automatisch. Aber da musste ich auch nicht ins Büro. Oder mich um die Wäsche kümmern. Oder den Einkauf. Oder Geschenke für Freundinnen/Familienmitglieder und deren Babys besorgen. Es gab keine Ablenkungen wie Netflix und Amazon, sondern nur polnisches Fernsehen.

In Danzig hatte ich keinen Alltag – und hier in München habe ich einfach noch kein Rezept gefunden, um mich Tag für Tag hinzusetzen und zu schreiben. Denn blöderweise bevorzuge ich das Leben als Einsiedlerkrebs, mag mich aber auch wahnsinnig gern mit meinen Freunden treffen oder mit meinem Mann abhängen. Ich weiß, dass viele mit diesem Problem kämpfen und es kein Patentrezept gibt. Aber so ein bißchen einfacher könnte es ja schon sein…

Bisher habe ich beim Camp ein bisserl was über 700 Wörter geschafft – das ist echt lächerlich und frustrierend und ich hoffe, mir fällt in den nächsten Tagen eine Lösung ein. Zumindest für den Juli. Im August bin ich ja schon wieder den ein oder anderen Tag unterwegs. Und selbst da – es muss eine Möglichkeit geben, dass ich regelmäßig schreibe. Muss es einfach.