Fazit II

Mittlerweile sind fast zwei Monate vergangen seitdem ich den Job gewechselt habe. Ich genieße den respektvollen und netten Umgangston, die strukturierte Arbeit und die frühen Feierabende. Zu schaffen macht mir, dass mir dämliche Fehler passieren. Es ist nichts schwerwiegendes, nichts, was den Verlag ruinieren würde – aber meine Fehlerquote war in den letzten Jahren so bei… fast 0 %. Denn ich wusste ja, was ich warum mache. Jetzt weiß ich das immer noch nicht so genau und ich setze mich selber unter Druck, weil ich schon immer die Klassenbeste war und die machen nun mal immer alles richtig. Das führt dazu, dass ich in den letzten zwei bis drei Wochen sehr dünnhäutig geworden bin und wegen Kleinigkeiten regelrecht explodiere. Was wiederum dazu führt, dass sowohl der beste Ehemann der Welt als auch die besten Eltern der Welt sich schon besorgt geäußert haben, ob alles in Ordnung sei. Ich wirke unglücklich, sagen sie.

Ich bin nicht unglücklich, ich bin nur gestresst von mir selbst. Dieser verdammte Anspruch auf Perfektion – er führt dazu, dass ich von Perfektion gerade sehr weit entfernt bin. Ich sollte wieder mit dem Schwimmen anfangen, um den Kopf besser freizukriegen…

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